Archive für November, 2006

Big Blogger is Watching You

Seit dem Hype um das so genannte Web 2.0 gehört es zu den beliebtesten Fingerübungen von Printjournalisten, die Entwicklung des Internet hin zum “user generated content” zwar anzuerkennen, in einem Zug jedoch den Stellenwert von Blogs kleinzuschreiben. Obwohl solche Diagnosen meist implizit pro domo ausfallen – denn natürlich sehen die Zeitungsschreiber im Wettbewerb mit den Internetmedien mittelfristig ihre Felle davonschwimmen (hier der Link zum faszinierenden wie auch abschreckenden Google Epic-Szenario) -, in einem Punkt haben sie recht: Die Blogosphäre ist noch weit davon entfernt, sich zu einem großen Forum für basisdemokratischen Bürgerjournalismus zu entwickeln. weiter …

Die Spur der schwarzen Steine

Der Finanzinvestor Blackstone hat gerade die größte fremdfinanzierte Übernahme aller Zeiten eingefädelt. Sein Chef Stephen Schwarzman gilt als “Patriarch der Private-Equity-Branche”. In Deutschland besitzt der Finanzinvestor Firmen im Wert von 10 Mrd Euro mit 26.000 Beschäftigten. Bekanntestes Engagement ist die Minderheitsbeteiligung bei der Deutschen Telekom. weiter …

Web wer?

Spätestens als Google für schlappe 1,6 Mrd Dollar die Videoplattform Youtube gekauft hat, hat es bei jedem Journalisten geklingelt – “Web 2.0” ist nicht nur eines der vielen hohlen Buzzwords der New Economy, sondern zumindest ein semantischer Hoffnungsträger der Internetwirtschaft (nicht zu vergessen: Youtube war weit davon entfernt, sich finanziell tragen zu können, bevor die Google-Boys angeklopft haben). Zwar haben sich Spiegel, Focus und Co in den vergangenen Monaten sogar in ihren Titelgeschichten mit der zweiten Phase des Internet beschäftigt (siehe auch die ecolot-Auswertungen der Wirtschaftsmagazine im Oktober 2006). Doch offenbar damit wenig Leser gefunden. weiter …

Ein Hertz für Heuschrecken

Der weltweit marktführende Autovermieter Hertz geht an die Börse. Wie z.B. bei n24.de nachzulesen ist, soll der Auswurf von 88,2 Mio Aktien (28%) zu je 16 bis 18 Dollar das hübsche Sümmchen von bis zu 1,82 Mrd Dollar einbringen. Bis hierhin möchte man sagen: Na dann, hertzlichen Glückwunsch. Aber die Gratulation ginge an die falsche Adresse, und hier wird die Geschichte interessant: Das Unternehmen selbst wird von dem frischen Börsengeld keinen Cent sehen. weiter …


Internationale Wirtschaftsnachrichten