Prolog: Es war einmal ein böses Monster namens Mindestlohn, das lebte in den Albträumen der FAZ-Wirtschaftsredakteure und fraß Arbeitsplätze…
Erstes Kapitel: Vor einem Jahr war in Deutschland Fußball-WM, und dieser Tage liest man immer wieder, wie lockerundweltoffen die Deutschen durch diese wunderbare Erfahrung geworden sind. Das schreibt sich schön und liest sich gern und wäre wirklich zum Jauchzen, wenn es nicht vollkommener Unsinn wäre. weiter …
Manchmal ist die Lektüre der Wirtschaftspresse ein Fest. Vor allem in den seltenen Fällen, in denen ein selbsternannter und -verliebter Sanierer sein Fett wegkriegt. So wie jetzt der in den Medien bisher unerträglich dauerbeweihräucherte EnBW-Chef Utz Claassen. Vergangene Woche gab das Handelsblatt endlich die Parole aus: Stutz den Utz! weiter …
Wenn wir es richtig verstanden haben, dann wurden seit den 80-er Jahren in der Öffentlichkeit die Auswüchse der Globalisierung mit einer falschen Vokabel gebrandmarkt. Es sei ja alles ganz anders: Ungebremster Kapitalismus ist nicht “neoliberal”, denn “neoliberal” heißt sozial und meint einen humanen, besseren Kapitalismus, erklärt man uns jetzt. Neoliberale sind also keine kaltherzigen Fetischisten einer ungezügelten Marktwirtschaft, sondern engagierte Sozialreformer.
Schuld an dieser Begriffsverwirrung sollen die Globalisierungskritiker sein, die den Begriff negativ gewendet hätten. Böse Absicht oder alles nur ein großes Missverständnis? Fragt sich, wer hier was missversteht und warum die klugen Köpfe in Frankfurt und München sich erst jetzt bemühen, den geneigten Lesern von SZ und FAZ zu erklären, was es mit Neoliberalismus eigentlich auf sich hat. weiter …
Der Finanzinvestor Cerberus tut Gutes: Vergangene Woche gab die Heuschrecke mit dem Namen des Höllenhundes aus der griechischen Mythologie bekannt, dass sie mit 6 Mio Euro die Schaffung 600 Ausbildungsplätzen fördern will. Wird der Höllenhund handzahm? Oder ist er eher ein raffinierter Höllenfuchs? Der Blick in die Wirtschaftspresse zeigt: Weder noch. Die Reaktionen fielen zurückhaltend bis gallig aus. weiter …
Manche Zeitgenossen klagen, es gehe uns Deutschen viel zu gut. Die Lektüre der Wirtschaftspresse in der vergangenen Woche stützt diese These: Die Zeitungen berichteten, dass derzeit ein Drittel der Obst- und Gemüseernte auf den Feldern verfault – ohne dass der dafür verantwortliche Bundesarbeitsminister die verdiente Prügel bezogen hätte. Dabei ist der Ernteausfall die direkte Folge einer zynischen, fremdenfeindlichen und realitätsfernen Politik. weiter …
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