ecolot.de guckt sich um in der großen bunten Wirtschaftswelt und schaut dahin, wo der Blick der Wirtschaftspresse selten hinfällt. Diesmal lauschen wir mit der Times dem Gesang der deutschen Steuerflüchtlinge an Südafrikas sonnigen Gestaden, warnen mit Business Day vor Robert Mugabe und lassen uns von Wachstumsberatern einen heißen Investment-Tipp geben.> In seiner Steuerkolumne in der Times schreibt Matthew Lester über deutsche Steuerflüchtlinge. Deutschland habe wahrscheinlich die härtesten Steuerbehörden der Welt, meint der Autor. Nachdem Ende der 90-er Jahre viele Steuer-Exilanten in der Karibik von ihren Steuerberatern vor Strafen in Deutschland gewarnt worden seien, hätten sie “Südafrikas sonnige Gestade” als Investitionsziel für ihre “Beute” erkoren. “Bevor du ‘Nelson, Nelson uber alles’ singen konntest, flossen Millionen in den Kapstädter Immobilienmarkt”, lästert Lester. Besteuerungsversuche der südafrikanischen Behörden seien unter anderem daran gescheitert, “dass der Steuerflüchtling ins Flugzeug hüpfen und abhauen kann, bevor die Steuerbehörde auch nur ’sheisse!’ gesagt hat.”
> Eine Warnung aus dem fernen Europa schreckt die Leser der südafrikanischen Zeitung Business Day auf: Das Nachbarland Zimbabwe sei einem kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruch näher als jemals zuvor, zitiert das Blatt aus einem Bericht der Brüsseler International Crisis Group (IDG). Die Krise in Zimbabwe drohe das gesamte südliche Afrika zu destabilisieren. “Vier Fünftel der 12 Mio Menschen in Zimbabwe leben bereits unter der Armutsgrenze”, zitiert Business Day weiter. Ein Viertel der Bevölkerung sei bereits geflohen, meist in die Nachbarländer. Unter den Staatschefs der Southern African Development Community (SADC) habe der greise zimbabwische Diktator Robert Mugabe aber immer noch Unterstützer, kritisiert die IDG.
> Von der US-Beratungsgesellschft Frost & Sullivan hat die Times einen heißen Investment-Tipp aufgeschnappt: Das südafrikanische Gesundheitswesen sei auf dem besten Weg, ein “heißer Markt” zu werden. Die geplanten Investitionen der südafrikanischen Regierung in das Gesundheitswesen, die wachsende Bedeutung von Privatkliniken und die wachsende Zahl krankenversicherter Bürger seien die hauptgründe für das zu erwartende Wachstum, zitiert die Times die “Wachstumsberatung” (eigene Bezeichnung) aus den USA.



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