Author Archive für Andrea Czepek

andreAnsicht: Klischees in Serie

Männer machen, Frauen sind. Junge Männer spielen Basketball, junge Frauen unterstützen sie als Cheerleaderinnen. Männer sind stark und heldenhaft, Frauen sind hilflos und müssen gerettet werden. Frauen sind sehr emotional, Männer sind cool. Für Frauen ist es wichtiger, gut auszusehen, um Erfolg zu haben, als klug zu sein.

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andreAnsicht: Keine Kleider machen Leute

Männer sind stark und arbeiten hart. Frauen sind geschwätzig und tragen grellbunte, billig aussehende Klamotten. So sieht die „Arbeiterklasse” im Fernsehen und in Filmen aus, hat die finnische Medienwissenschaftlerin Sanna Kivimäki beobachtet. weiter …

andreAnsicht: Ansichtssachen

Ihre Haare sind sorgfältig unter einem großen Tuch verborgen. Die Kamera zeigt sie nur von hinten, während sie fortstrebt: Sie hat kein Gesicht, nicht einmal eine Form, wir wissen nicht, ob sie alt ist oder jung, dick oder dünn, wir sehen fast nichts von ihr, und sie wendet sich ab, dreht uns den Rücken zu. „Türkische Frau” steht unter dem Bild oder: „Migrantin”.

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andreAnsicht: Anglerinnenlatein oder: Selbst ist die Frau

Letzte Woche war Georg Schnurer an unserer Fachhochschule zu Gast. Der stellvertretende Chefredakteur der Computerzeitschrift c’t erläuterte, wie sich “Deutschlands dickstes Männermagazin” (taz) mit einem Zehn-Stufen-Plan bei Produkttests absichert, um sowohl journalistische als auch juristische Qualitätsstandards zu halten und sich gegen gelegentlichen Unmut von Anzeigenkunden zu verteidigen. weiter …

andreAnsicht: Vater werden ist nicht schwer…

Null Bock auf Familie? Auf den ersten Blick kann man das für „junge” (sic) Männer unter 42 (danke :-) ) nicht sagen. Fast alle Nicht-Väter zwischen 15 und 42 wünschen sich Kinder – zumindest 92,7% der von Claudia Zerle und Isabelle Krok für die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Studie befragten kinderlosen Männer (insgesamt haben sie 1803 Männer befragt, Väter und Nicht-Väter). Soweit die Theorie. Wenn es konkret wird, sieht es allerdings ganz anders aus: Fast 40% der kinderlosen Männer fänden eine Vaterschaft zum Befragungszeitpunkt „sehr unangenehm” oder sogar „eine Katastrophe”.

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andreAnsicht: Die schärfsten Elche

Andrea Ypsilanti ist nicht gescheitert, weil sie eine Frau ist. Auch Sarah Palin ist nicht gescheitert, weil sie eine Frau ist. Im Gegenteil: Dass sie Frauen sind, sah bei beiden zunächst nach einem Vorteil aus. Durchsetzen konnten sie sich trotzdem nicht, natürlich aus ganz unterschiedlichen Gründen. Sarah Palin vertritt eine reaktionäre Politik und fiel vor allem durch außerordentlich naive Äußerungen auf, auch wenn sie sich auf die Elchjagd versteht. Andrea Ypsilanti auf der anderen Seite vertritt eine Politik, die der Wirtschaftslobby in Hessen unbequem geworden wäre.

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andreAnsicht: Wählen im Wilden Westen

Noch liegt über den USA tiefste Nacht, und während die Welt langsam erwacht und den Blick gespannt Richtung Westen wendet, schöpfen die Amerikaner noch ein paar Stunden Schlaf, bevor an der Ostküste die ersten Wahllokale öffnen. Was passieren wird, ist nicht so sicher, wie es aussieht. Von Europa aus wird oft übersehen, wie vielschichtig und kompliziert die USA wirklich sind. weiter …

andreAnsicht: Was für Jungs!

Früher waren Jungs lebhaft, tobten viel, stießen sich die Hörner ab, waren oft frech und testeten ihre Grenzen. Heute haben Jungs Aufmerksamkeitsstörungen und sind hyperaktiv. Früher schickte man sie zum Toben auf die Straße oder zum Fußball, heute schickt man sie zum Arzt und verschreibt Medikamente, damit sie länger stillsitzen. weiter …

andreAnsicht: pop-stArt

Als brave Bürgerstochter bin ich ja dazu erzogen worden, nicht immer alles sofort kriegen zu müssen, ich kann es aushalten, abzuwarten, bis meine Wünsche erfüllt werden. Trotzdem ist „instant gratification” ziemlich geil, dachte ich, als ich die Ankündigung von „missy” las:

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andreAnsicht: Catch 22

Wer glaubt, Männer würden heute auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, braucht nur einmal eine Frau im gebärfähigen Alter zu einem Bewerbungsgespräch zu begleiten.

Entweder sie hat kleine Kinder. Dann kann die Frage danach, wie diese mit ausreichend Abstand zur Arbeitsstelle untergebracht werden, nie wirklich befriedigend beantwortet werden. „Was machen Sie, wenn die Tagesmutter krank ist?” – „Dann springt meine Mutter ein.” – „Und wenn die auch krank wird?” – „Dann holt meine Nachbarin sie ab.” – „Ach nein, ich glaube nicht, dass das funktioniert. Für den Fall, dass ein Atomkrieg ausbricht, haben Sie nicht vorgesorgt.”

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