Eines muss man Guido Westerwelle lassen: Manchmal ist er ein witziges Kerlchen. Wenn auch nicht immer freiwillig. Sein Temperamentsausbruch, der deutsche Sozialstaat erinnere ihn an „spätrömische Dekadenz“, ist schon ein historischer Vergleich von besonders erlesener Komik. Vor allem, weil eine prägende Erscheinung der Spätphase des römischen Reiches eine durch und durch korrupte politische Elite war.
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Author Archive für David Wengenroth
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will den Begriff „Hartz IV“ abschaffen, weil er „so negativ besetzt“ ist. Das ist mal eine richtig gute Idee. Es gibt da nur ein Problem: Auch wenn man diesem Gesetz den schönsten Namen der Welt gäbe, wäre er in Nullkommanüscht ebenso „negativ besetzt“. Wenn man zu viele Arbeitslose zwingt, sich um zu wenige Jobs zu balgen, ist es es auf Dauer völlig wurscht, ob man das „Hartz IV“, „Freibier für alle“ oder „Ursula“ nennt.
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Nach “Pfandbon-Fall“, “Frikadellen-Fall” und dem “Maultaschen-Fall” hat es jetzt eine weitere Aufsehen erregende arbeitsrechtliche Entscheidung gegeben: Das Arbeitsgericht Schrottweil an der Döse bestätigte die fristlose Entlassung einer Sekretärin nach 78 Dienstjahren, weil sie ein Haar ihres Chefs gestohlen hat.
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In Pittsburgh haben die Führer der G 20-Staaten um die Begrenzung von Banker-Boni gerungen. Dabei sollten sie sich lieber um wirklich wichtige Dinge kümmern. Also vor allem – auch wenn sie heute verloren haben – um die Begrenzung der Bayern-Vorherrschaft in der Bundesliga.
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Nur noch gut eine Woche Zeit bis zur Bundestagswahl, und die Dinge stehen schlecht für den Kandidaten Frank-Walter Steinmeier. Was kann er tun? Die Antwort ist klar: Er muss von Barack Obama lernen. Denn der lernte von Bob dem Baumeister.
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Passiert mir in letzter Zeit öfter: Ich gehe gedankenverloren die Straße entlang, plötzlich lächelt mich jemand von der Seite an, als wollte er einen Gebrauchtwagen verkaufen. Ich schaue genauer hin, aha, ein Plakat. Ach stimmt: Wahlkampf ist ja auch gerade.
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Die internationale Wirtschaftspresse kommentiert die Ergebnisse des Treffens der G20-Finanzminister in London. La Tribune freut sich über eine mögliche Allianz zwischen PSA Peugeot und Mitsubishi Motors. Expansión kritisiert die halbherzigen Konjunkturmaßnahmen in Spanien. Fundstück: Krawatten fressen zu viel Strom. weiter …
Immer, wenn die Angela Merkel und der Barack Obama sich treffen, findet in den Zeitungen eine Art mediales Blümchenzupfen statt: Sie mögen sich, sie mögen sich nicht, sie mögen sich, etc… Die akribische Suche der Medien nach Zeichen der Sympathie ist ein bisschen albern, aber deren auffällige Seltenheit ist beruhigend. Denn wenn Politiker einander zu sehr lieben, kommt nichts Gutes dabei heraus.
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Da kam jetzt per Newsletter ein lustiges Ding von der Bundesagentur für Arbeit: Die erklärt in einem Pressetext, warum der Deutsche Gewerkschaftsbund nicht recht hat. Und schießt ein klassisches Eigentor. weiter …
Diese Intellektuellen! Immer eine geistreiche Bemerkung auf den Lippen. So wie jetzt wieder Deutschlands führender TV-Intellektueller Roger Willemsen: Der verriet der “taz” (hier), dass er beim Ansehen der Pro7-Sendung “Germany’s next Topmodel” der Moderatorin Heidi Klum gerne “sechs Sorten Scheiße aus dem Leib prügeln” würde. Leider entpuppt sich seine Bemerkung beim näheren Hinsehen, nun sagen wir: als die siebte Sorte. weiter …



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