Der Arbeitskampf bei der Telekom droht zu eskalieren, weil die Bundesregierung es verlangt. Gleichzeitig wollen die Berliner aber im Hintergrund bleiben – und brennen mit Hilfe des Handelsblatts eine fette Nebelkerze ab.
Es klang so, als habe man in Berlin ein großes Herz für die Streikenden bei der Telekom: Über das Handelsblatt lancierte die Bundesregierung die Meldung, sie erhöhe den Druck auf Konzernchef René Obermann, den Streik bald zu beenden – und zwar so, dass beide Seiten ihr Gesicht wahren könnten. weiter …
Für den Ausgang der Machtprobe zwischen dem Telekom-Management und der Gewerkschaft Verdi spielt eine wichtige Rolle, wer die Öffentlichkeit auf seine Seite bringen kann. In der vergangenen Woche konnte die Gewerkschaft einen Punktsieg verbuchen: In der Wirtschaftspresse wächst die Kritik am Konfrontationskurs von Telekom-Chef René Obermann und an der Liberalisierungspolitik der Bundesregierung. weiter …
In der Berichterstattung der Wirtschaftszeitungen über den Arbeitskampf bei der Telekom steht Vorstandschef René Obermann im Vordergrund. Tatsächlich aber führt die Politik Regie beim Telekom-Showdown. Die Verantwortung für die Konfrontation liegt eher bei Finanzminister Peer Steinbrück als bei Obermann. weiter …
Nach dieser Woche zweifelt in der Wirtschaftspresse niemand mehr ernsthaft daran, dass es bei der Telekom richtig krachen wird. Schritt für Schritt war in den Blättern die Eskalation eines brachialen Sanierungsplans zu besichtigen. Kritik daran muss man allerdings mit der Lupe, respektive mit der Volltextsuche suchen. weiter …
Die Gewerkschaften schlagen Alarm: Der massenhafte Missbrauch von Zeitarbeit droht zu einer “Tagelöhner-Gesellschaft” zu führen. In einem Interview der FAZ berichtete der nordrhein-westfälische IG Metall-Chef Detlef Wetzel in der vergangenen Woche von einer Umfrage unter Betriebsräten in NRW. Ergebnis: In 52% der Betriebe werden mittlerweile Festbeschäftigte durch Leiharbeiter ersetzt. weiter …
Die meisten Leute wissen heute gar nicht mehr, dass man den Donnerstag vor Karfreitag traditionell “Gründonnerstag” nennt. Die Mitarbeiter des Versicherungsriesen Axa dürfte dieser Tag aber ohnehin eher als “Schwarzer Donnerstag” in Erinnerung bleiben. Die Zeitungen melden, dass der Konzern 1200 Stellen abbauen will – über 10% seiner Belegschaft. weiter …
Der Aufschwung am Arbeitsmarkt habe sich überraschend verstärkt, schreiben die Wirtschaftszeitungen zur aktuellen Statistik der Bundesanstalt für Arbeit. Grund zur Freude? Leider kaum. weiter …
Lange genug geärgert über die Pleite von BenQ Mobile? Denkste! Erst seit ein paar Tagen fördern die Wirtschaftszeitungen scheibchenweise zu Tage, was hinter und auf dem Rücken der 3000 Beschäftigten wirklich gelaufen ist. weiter …
An die Erkenntnis, dass sich im Management etliche “Nieten in Nadelstreifen” tummeln, hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Neu ist die Information, dass man das geflügelte Wort ohne weiteres auf die bisher hoch angesehene Zunft der Insolvenzverwalter ausdehnen kann. weiter …
Eine Woche ohne neue Schreckensmeldungen in der Wirtschaftspresse? Ist gar nicht aufgefallen, weil noch genug Meldungen aus den Vorwochen da waren, die jetzt erst ihren vollen Schrecken entfaltet haben. Vor der offiziellen Verkündung der Hiobsbotschaften übten sich die Wirtschaftszeitungen im munter-makabren Zahlenraten. weiter …
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