Archiv für 'Google'

Wenn Anachronisten Avantgarde predigen

Nicht nur im Internet, sondern auch in der Sphäre der alten Medien gehört “Web 2.0” seit Monaten (spätestens seit der Übernahme von YouTube durch Google) zu den beliebtesten buzzwords. Gerne fordern Wirtschaftsjournalisten in ihren Leitartikeln, dass sich die Medienhäuser auf die jüngsten Entwicklungen im Netz einstellen müssen. Interessant dabei ist der zu beobachtende performative Widerspruch, soll heißen: Ausgerechnet die Tages- und Wochenpresse fordert Avantgarde - ist selbst aber zutiefst anachronistisch aufgestellt, weil sie nicht einmal ihre Hausaufgaben im Web 1.0  erledigt hat. weiter …

Oh wie schön ist Panama

Vor einem Monat haben Analysten gnadenlos auf das Schwächeln der Suchmaschine Yahoo reagiert. Kaum hatte das Unternehmen für die zurückliegenden 3 Monate einen Gewinneinbruch von einem Drittel (auf 158 Mio Dollar) vermeldet, stuften die Wertpapierexperten die Aktie von “outperform” auf “market perform” herab. Um die Aktionäre milde zu stimmen, räumte Yahoo-Chef Terry Semel zwar ein, dass er mit den Ergebnissen des 3. Quartals unzufrieden sei – stellte aber die Einführung des neuen Systems zur Werbeschaltung „Panama“ in Aussicht, mit dem mittelfristig „bedeutsame finanzielle Fortschritte“ für die Ertragsstärke seines Unternehmens erzielt werden könnten. weiter …

Der Preis der Arroganz

Der Blick in die heutigen Wirtschafteile der Zeitungen (siehe unsere Presseschau) dokumentiert, wie sich die Journalisten von Handelsblatt & Co. mit Telekom-Berichten nach dem Motto “Die Masse macht’s” duellieren. Seitenweise hinterfragen die Zeitungen den Abgang von Kai-Uwe Ricke, legen die Finger in die Wunden der Telekom und fragen nach der Perspektive des drittelstaatlichen Konzerns unter der Führung von René Obermann. Und die anderen? Sorgt das Revirement an der Telekom-Spitze auch im Ausland für Schlagzeilen? weiter …

Big Blogger is Watching You

Seit dem Hype um das so genannte Web 2.0 gehört es zu den beliebtesten Fingerübungen von Printjournalisten, die Entwicklung des Internet hin zum “user generated content” zwar anzuerkennen, in einem Zug jedoch den Stellenwert von Blogs kleinzuschreiben. Obwohl solche Diagnosen meist implizit pro domo ausfallen – denn natürlich sehen die Zeitungsschreiber im Wettbewerb mit den Internetmedien mittelfristig ihre Felle davonschwimmen (hier der Link zum faszinierenden wie auch abschreckenden Google Epic-Szenario) -, in einem Punkt haben sie recht: Die Blogosphäre ist noch weit davon entfernt, sich zu einem großen Forum für basisdemokratischen Bürgerjournalismus zu entwickeln. weiter …

Web wer?

Spätestens als Google für schlappe 1,6 Mrd Dollar die Videoplattform Youtube gekauft hat, hat es bei jedem Journalisten geklingelt – “Web 2.0” ist nicht nur eines der vielen hohlen Buzzwords der New Economy, sondern zumindest ein semantischer Hoffnungsträger der Internetwirtschaft (nicht zu vergessen: Youtube war weit davon entfernt, sich finanziell tragen zu können, bevor die Google-Boys angeklopft haben). Zwar haben sich Spiegel, Focus und Co in den vergangenen Monaten sogar in ihren Titelgeschichten mit der zweiten Phase des Internet beschäftigt (siehe auch die ecolot-Auswertungen der Wirtschaftsmagazine im Oktober 2006). Doch offenbar damit wenig Leser gefunden. weiter …

Flucht vor der zweiten digitalen Welle

In der Buchbranche wird seit Jahren darüber gestritten, ob die Verlage ihr Tafelsilber in die Datenbanken von Google oder Amazon einspeisen sollen – beide Online-Unternehmen bieten ihren Nutzern an, per Volltextsuche in hunderttausenden von Büchern zu recherchieren. Und obwohl beide Büchersuchen oft nur Miniausschnitte aus Büchern ausspucken (sog. “snippets”), sind die Befürchtungen im Lager der Verlage groß. weiter …


Internationale Wirtschaftsnachrichten